Ernährung bei Kurzdarmsyndrom

Die richtige Ernährung ist bei einem Kurzdarmsyndrom von großer Bedeutung. Obwohl es keine einheitliche „Diät“ im herkömmlichen Sinn gibt, soll durch eine gezielte Ernährung gezielt versucht werden, etwaige Mangelerscheinungen auszugleichen bzw. zu minimieren. In Anbetracht dessen, wie viel und welche Darmabschnitte entfernt wurden, kann der Darm durchaus noch gewisse Funktionen übernehmen. Die Ernährung wird aus diesem Grund auf die individuellen Bedürfnisse sowie den Flüssigkeits- und Nährstoffbedarf abgestimmt.

Tipp: Führen Sie ein Ernährungstagebuch!

Um den Überblick über Unverträglichkeiten und Ernährungsgewohnheiten zu behalten empfiehlt es sich ein Tagebuch bzw. ein “Beschwerdeprotokoll” zu führen. So lassen sich individuelle Beschwerden gut nach verfolgen.

Praktische Ernährungstipps

  • Sechs bis zehn kleinere Mahlzeiten über den Tag verteilt essen (alle zwei Stunden).
  • Langsam essen und gut kauen (sich beim Essen bewusst Zeit nehmen).
  • Nicht mehr als einen halben bis einen Liter pro Tag trinken.
  • Nicht zu den Mahlzeiten trinken. Ungefähr ¼ Stunde davor oder ½ Stunde danach, um die Verweildauer der Nahrung im Darm zu verlängern.
  • Zu jeder Mahlzeit auf moderate Fettzufuhr achten.
  • Bei Fettunverträglichkeiten MCT-Fette (Triglyceride mit mittelkettigen Fettsäuren) verwenden.
  • Bei einer Milchunverträglichkeit (Laktoseintoleranz) auf fermentierte Milchprodukte ausweichen.
  • Einmal pro Woche gedünsteten oder gekochten Fisch essen.
  • Die Verträglichkeit von Eiergerichten testen.
  • Auf kalorienreiche Ernährung durch tägliche Zufuhr von Kartoffeln oder Nudeln achten.
  • Obst und Gemüse in gegartem bzw. passiertem Zustand (Kompott, Apfelmus, geschältes Obst) zu sich nehmen.
  • Jedes Lebensmittel einzeln im Speiseplan aufnehmen und auf Verträglichkeit testen.
  • Eine Liste mit Lebensmitteln führen, die gut vertragen werden und wie das Befinden danach war (Ernährungstagebuch führen).